Nachtspeicherheizungen
Nachtspeicherheizungen sind Elektroheizungen, die in der Nacht, Strom in Wärme umwandeln und diese für eine gewisse Zeit speichern. Nachtspeicherheizungen arbeiten mit dem günstigeren Nachtstrom und sollen dadurch die Kosten senken. Allerdings lassen der schlechte Wirkungsgrad und die hohen Energiekosten die Nachtspeicherheizung langsam aber sicher zum Auslaufmodell werden.
In den 50er und 60er Jahren des vergangen Jahrhunderts, sah es für die Nachtspeicherheizung dagegen noch ziemlich rosig aus, niedrige Energiepreise und der Wunsch der Stromversorger, Stromkraftwerke über den Tag hinweg gleichmäßig zu belasten, führten zu reichlich Subventionen und die Verbreitung von Speicherheizungen.
Mit der ersten großen Ölkrise 1979 kam jedoch die Wende als die Energiepreise begannen nach oben zu klettern. Auch ein stärkeres Bewusstsein für die Umwelt und ihre begrenzten Ressourcen, begann sich bei den Menschen zu entwickeln. Der niedrige Wirkungsgrad, erschwerte es der Nachtspeicherheizung deshalb zusätzlich, sich gegen die Zentralheizung durchzusetzen. Ende der 90er Jahren wurde der Nachtspeicherheizung endgültig die Existenzgrundlage entzogen, als die Bundesregierung die Ausserbetriebnahme von Gebäude-Stromheizungen in Deutschland beschloss.
Ein Comeback könnte der Nachtspeicherheizung kommt vielleicht als Speicherlösung für Windstrom in Frage. Länder wie Kanada diskutieren, ob man durch den Einsatz von Nachtspeicherheizungen die Nutzlast von Windstromanlagen verbessern könnte.
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