Die US Tochtergesellschaft des Bonner Unternehmens Solarworld, die Solarworld Industries America Inc. hat in den USA ein Verfahren gegen wettbewerbswidrige Handelspraktiken seitens China auf den Weg gebracht. Unterstützung erfährt das Unternehmen derweil von zahlreichen weiteren Herstellern aus den vereinigten Staaten.
Konkret wird den chinesischen Solarunternehmen vorgeworfen mit Dumpingpreisen für Solarmodule systematisch Marktanteile in den USA erobert zu haben. Solarworld Vorstandschef Frank Asbeck bezeichnete die Fabriken des Unternehmens in Deutschland und den USA als voll wettbewerbsfähig, stellte jedoch gleichzeitig fest, dass gegen die unfairen chinesischen Handelspraktiken vorgegangen werden müssen.
Die Petition ging an das US Handelsministerium und die internationale Handelskommission in den vereinigten Staaten. Die US Unternehmen beklagen neben den staatlichen Subventionen auch etliche Verstöße gegen Sozial-, Qualitäts- und Umweltstandards in den Produktionen chinesischer Modulhersteller. Festgestellt wurde zudem, dass die chinesischen Unternehmen keinerlei Kostenvorteile, beispielsweise durch niedrige Löhne oder dergleichen hätte. Im Falle von High Tech Produkten, wie es Solarzellen sind, ist der Anteil der Arbeits- an den Produktionskosten sehr gering, führt Gordon Brinser, Präsident der US Tochter von Solarworld weiter aus.
Auch in Europa ist eine Klage in Vorbereitung
Frank Asbeck kündigte zudem an, auch in Europa gegen den unfairen Wettbewerb aus China vorgehen zu wollen. Schon seit Jahren sind die immer größer werdenden Billigimporte aus China ein Problem für die deutsche Solarindustrie. Hier ansässige Unternehmen, wie Q Cells oder Solon kämpfen ums Überleben.
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